Anzahlung

Eine Anzahlung ist eine Teilleistung im Sinne des § 266 BGB zu der der Schuldner grundsätzlich nicht berechtigt ist. Sie kann aber von den Parteien vereinbart werden. In den Fällen des täglichen Lebens wird der (mündlich abgeschlossene) Kaufvertrag so gestaltet sein, dass der Verkäufer dem Käufer die Anzahlung gestattet, aber die Übereignung und Übergabe des Kaufgegenstandes erst bei vollständiger Kaufpreiszahlung vorgesehen ist. Dann soll die Anzahlung dem Käufer ein Reservierungsrecht auf den Kaufgegenstand mit der Folge gewähren, dass der Verkäufer die Ware nicht anderweitig veräußern wird.


(Münchner Kommentar zum BGB, 5. Auflage 2007, Bearbeiter: Krüger, § 266 Rn. 8)