Ausführungsfrist

Unter der Ausführungsfrist versteht man die Festlegung von Fristen für die Ausführung von Bauleistungen. Diese sind nach § 5 VOB geregelt:
•    Die Ausführung ist nach den verbindlichen Fristen (Vertragsfristen) zu beginnen, 
angemessen zu fördern und zu vollenden.
In einem Bauzeitenplan enthaltene Einzelfristen gelten nur dann als Vertragsfristen, wenn   
dies im Vertrag ausdrücklich vereinbart ist.
•    Ist für den Beginn der Ausführung keine Frist vereinbart, so hat der Auftraggeber dem
Auftragnehmer auf Verlangen Auskunft über den voraussichtlichen Beginn zu erteilen. Der
Auftragnehmer hat innerhalb von 12 Werktagen nach Aufforderung zu beginnen.
Der Beginn der Ausführung ist dem Auftraggeber anzuzeigen.
•    Wenn Arbeitskräfte, Geräte, Gerüste, Stoffe oder Bauteile so unzureichend sind, dass die
Ausführungsfristen offenbar nicht eingehalten werden können,
muss der Auftragnehmer auf Verlangen unverzüglich Abhilfe schaffen.
•    Verzögert der Auftragnehmer den Beginn der Ausführung, gerät er mit der Vollendung in 
Verzug oder kommt er der in Nr. 3 erwähnten Verpflichtung nicht nach, so kann der
Auftraggeber bei Aufrechterhaltung des Vertrages Schadenersatz verlangen oder dem
Auftragnehmer eine angemessene Frist zur Vertragserfüllung setzen und erklären, dass er
ihm nach fruchtlosem Ablauf der Frist den Auftrag entziehen werden.

(Korbion Baurecht, 2005, Bearbeiter Waldner/Lubojanski, S. 791 Rn. 1 ff)