Bauzeitverlängerung

Die Bauzeitverlängerung ist die Überschreitung der vertraglich festgelegten Bauzeit. Während der Abwicklung von Bauverträgen kommt es in aller Regel zu Änderungen
gegenüber dem ursprünglich vorgesehenen Bausoll. Die Spanne der möglichen
Modifikationen reicht dabei von kleineren Anpassungen bei Qualitätsstandards, z.B.
„Granitstein“ statt „Betonwerkstein“, bis hin zu umfangreichen Änderungen bei der
Baukonstruktion, z.B. Veränderungen in der Tragkonstruktion eines Bauwerks
aufgrund einer Nutzungsänderung. Unstrittig ist, dass dem Auftraggeber – zumindest
beim VOB-Vertrag – ein solches Anordnungsrecht während der Bauausführung
zusteht. Genauso unstrittig ist, dass der Auftragnehmer durch eine Anpassung der
Vergütung auf Basis der Regelungen des § 2 VOB/B eine finanzielle Kompensation erhalten soll.

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