Grundstücksrecht

Das gesamte Immobilienrecht, insbesondere der Grundstückskauf kennt viele Besonderheiten, die vor Abschluss eines Vertrages geklärt sein sollten. Es überrascht, wie viele Käufer oder Verkäufer den Kaufvertrag über ein Grundstück trotz seines hohen Wertes von keinem Rechtsanwalt, Fachanwalt oder sonstigen Speziallisten prüfen lassen. Der Hinweis auf die Tätigkeit des Notars verkennt, dass das Gesetz dem Notar untersagt, Sie zu beraten, wie Sie Ihre Interessen durchsetzen können. Eine an Ihren Interessen ausgerichtete Beratung über die Person Ihres Vertragspartners sowie die mit der Übernahme von Verträgen, z. B. beim Bestehen von einem Nutzungsvertrag oder Mietvertrag verbundenen Risiken findet nicht statt. Arbeitet ein Notar ständig für die andere Vertragspartei, so kann die gebotene Neutralität gefährdet sein.

Schon die Definition und der Umfang der zulässigen Nutzung des Kaufgegenstands kann problematisch sein, beispielsweise bei Gemeinschaftsanlagen. Die Themen Kontamination und Altlasten, aber auch Erschließungskosten, Sicherheiten, zu übernehmende Pflichten, das Baulastenverzeichnis sowie des Eigentumes an Bauten und Einbauteilen und Anlagen kann eine kostspielige  Auseinandersetzung auslösen.

Bei Gebrauchtimmobilien muss das rechtliche Risiko Im Falle von einem Haftungsausschluss abgewogen werden. Der Kauf von Wohnungseigentum, sei es vom Bauträger oder Eigentümer einer Bestandswohnung, weist zusätzliche Besonderheiten auf, für die Vorsorge getroffen werden sollte.

Die sorgfältige Analyse der Sach- und Rechtslage vor Unterzeichnung eines Vertrages erscheint uns deshalb unverzichtbar.

Sollten Sie hierzu weitere Fragen haben, sprechen Sie uns einfach unverbindlich an!